Eine Dachsanierung kostet zwischen 90 und 320 Euro pro Quadratmeter, je nachdem, ob nur neu eingedeckt oder auch gedämmt wird. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus summiert sich das schnell auf einen fünfstelligen Betrag. Wer gleichzeitig dämmt, holt sich aber bis zu 20 Prozent über die Förderung zurück.
Was kostet eine Dachsanierung pro m²?
Die Kosten pro Quadratmeter hängen vor allem vom Umfang ab. Eine reine Neueindeckung ist die günstigste Variante, eine energetische Komplettsanierung mit Dämmung die teuerste.
| Maßnahme | Kosten pro m² |
|---|---|
| Neueindeckung (nur Ziegel + Lattung) | 50–120 € |
| Neueindeckung mit Dämmung | 150–320 € |
| Komplettsanierung (inkl. Dachstuhl) | bis 550 € |
| Dämmung oberste Geschossdecke | 20–50 € |
| Aufsparrendämmung inkl. Eindeckung | 200–350 € |
Bei den Kosten macht die Handwerkerleistung rund 60 Prozent aus, das Material etwa 40 Prozent.
Was kostet das Dachmaterial?
Das Eindeckungsmaterial entscheidet stark über den Preis. Standardmaterialien sind günstig, Naturprodukte deutlich teurer.
- Tondachziegel / Betondachsteine: 25–50 € pro m²
- Schiefer: bis 100 € pro m²
- Metall / Zink: 50–90 € pro m²
Für ein Einfamilienhaus mit etwa 120 m² Dachfläche liegt eine reine Neueindeckung damit bei rund 6.000 bis 14.000 Euro.
Welche Förderung gibt es 2026?
Die BAFA fördert 2026 energetische Dachsanierungen mit 15 Prozent der förderfähigen Kosten. Mit einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) steigt der Satz auf 20 Prozent. Der maximale Zuschuss liegt bei 12.000 Euro pro Wohneinheit.
Welche Faktoren treiben den Preis?
Neben Material und Umfang beeinflussen mehrere Faktoren den Endpreis:
- Dachform: Ein einfaches Satteldach ist günstiger als ein verwinkeltes Walm- oder Mansarddach.
- Zustand des Dachstuhls: Morsche Balken müssen ersetzt werden, das kostet extra.
- Gerüst und Entsorgung: Gerüstmiete und Entsorgung des Altmaterials schlagen mit mehreren Hundert bis Tausend Euro zu Buche.
- Region: In Ballungsräumen sind Handwerkerlöhne höher.
Das sollten Sie jetzt tun
- Holen Sie mindestens drei Angebote von Dachdeckerbetrieben ein und achten Sie auf eine klare Aufschlüsselung von Material und Arbeit.
- Kombinieren Sie die Neueindeckung mit einer Dämmung, um die BAFA-Förderung mitzunehmen.
- Lassen Sie vor der Sanierung einen Energieberater einen iSFP erstellen, das hebt den Fördersatz auf 20 Prozent.
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